Einblicke

Die Mühlenwirtschaft ist eine der ältesten Branchen überhaupt. Immer schon machten die Menschen aus Getreide Mahlprodukte, um für ihre eigene Ernährung und die ihrer Tiere zu sorgen. Die Müllerinnen und Müller sind zuständig für das Herstellen von Mehl, weiteren Getreideprodukten bzw. auch von Tee, Gewürzen und Öl. Alles läuft dabei heute mit moderner Computertechnik und neuesten Maschinen ab. Zu den Aufgaben der Müllerinnen und Müller gehören zum Beispiel:

  • Das Getreide, das vom Bauern kommt, auf die Qualität prüfen und reinigen,
  • Getreidekörner je nach Größe und Form voneinander trennen und mit den Maschinen zerkleinern (mahlen)
  • die Qualität der Mahlprodukte im Labor checken,
  • die unterschiedlichen Mehle, Futtermittel, Flocken, Tees, Gewürze etc. mischen und
  • die Produkte verpacken und verladen.
  • Auch kaufmännische Tätigkeiten (in Handwerksmühlen) gehören dazu.

Mühlen auf dem Monitor

Interaktive Postergalerien: mit Clips oder Fotos durch die Mühle
Unsere interaktiven Postergalerien laden zu einem virtuellen Mühlenrundgang ein. Das „Mühlenposter“ zeigt zunächst als Grafik den schematischen Ablauf der müllerischen Produktion vom Getreide zum Mehl. An den verschiedenen Stationen ist – jeweils per Mausklick – ein Blick hinter die Kulissen einer modernen Getreidemühle möglich: Dazu gibt es wahlweise 15 Filmclips in der Videogalerie oder 28 Bilder in der Fotogalerie. Die „Aufklappseiten“ erläutern ergänzend in knappen Worten, wie die Müllerinnen und Müller mit ihrem verfahrenstechnologischen Know-how für unser täglich’ Mehl sorgen – an den Schaltstellen für Sicherheit und Qualität auf dem Weg vom Korn zum Brot.

Kurzfilm: Bestes aus deutschen Mühlen in 3:27 Minuten
Eine Fernsehregisseurin hat den 15-minütigen VDM-Film „Bestes aus deutschen Mühlen“ gedreht. Einzelexemplare der DVD können hier kostenlos bestellt werden. Wer sich für die Müllerei interessiert (oder erst einmal nur gucken will, was die Film-DVD bietet), kann die Videokurzfassung als Filmtrailer hier kostenlos anschauen oder downloaden (FLV-Video oder Mpg-Video).

In dreieinhalb Minuten wird der ganze Weg vom Getreide zum Mehl in schnellen Schnitten gezeigt: zum spannenden Kurzbesuch einer „Mühle von heute“ im Internet. Das beginnt mit der Getreideanlieferung und führt weiter zu den qualitätssichernden Kontrollen in Labor und Versuchsbäckerei. Es ist zu sehen, wie Reinigen, Mahlen und Sieben vom Leitstand aus gesteuert werden – bis hin zu den „Mehlen nach Maß“ für Bäcker und Verbraucher. Mit dem Fachmann von der Müllerschule und einem Azubi führen kurze Ausflüge in die moderne Berufswelt des Verfahrenstechnologen.

Videoclip: Ausbildung und Beruf
„Dieser Job ist genau mein Ding“, sagt Azubi Chris Schulz und lädt zu einem Rundgang durch die Mühle ein. Er zeigt, was es an seinem Ausbildungsplatz als Verfahrenstechnologe täglich zu tun und zu lernen gibt: Im Mühlenlabor, an den Produktionsmaschinen, am Computerleitstand und im Organisationsmanagement. Georg Böttcher von der Deutschen Müllerschule Braunschweig erklärt im Interview die hohe Qualifikation und Verantwortung dieses modernen Berufs mit interessanten Weiterbildungsmöglichkeiten und guten Zukunftsperspektiven.Den Einblick zum Durchblick in Sachen „Berufswahl: Müller 2.0“ hier anschauen oder downloaden: als FLV-Video oder MPEG-Datei

Einblicke in das Berufsleben als Müller/in von unseren Schweizer Kollegen

Der erste Film zeigt den Tagesablauf einer Müllerin im Bereich Lebensmittel. Film zwei begeitet einen Müller für Tiernahrung bei seinen täglichen Aufgaben.

(c) Schweizerischer Verein Arbeitswelt Müller/in, www.mueller-in.ch

Mehlmühlen

Die meisten Deutschen essen täglich Getreideprodukte. Deshalb ist die Arbeit der Mühlen so wichtig und deshalb sind die Arbeitsplätze in der Mühlenbranche so sicher: Müllerinnen und Müller werden immer gebraucht! Das liegt auch daran, dass es bei uns so viele verschiedene Getreideprodukte wie sonst nirgendwo auf der Welt gibt: Über 300 Brotsorten und 1.200 Kleingebäcke! Mehl steckt beinahe überall drin: Neben Brot, Brötchen und Kuchen wird Mehl für viele wichtige Mahlzeiten benötigt. Es findet sich beispielsweise in Pizza und Pasta, Soßen, Suppen, Süßigkeiten, Fertiggerichten und Babynahrung – aber auch in Lakritze oder Hundefutter. Tee, Gewürze und Öle sind selbstverständlich genauso ein wichtiger Bestandteil in jeder Küche!

Eine aktuelle Kurzinformation gibt es hier als Download.

Futtermittel

Futtermittel sind nicht nur für die Tierfütterung, sondern letztendlich auch für die Ernährung des Menschen nicht wegzudenken: Denn gesunde, gut gefütterte Tiere sind sehr wichtig für uns. Wo sonst sollen Milch, Fleisch und Eier herkommen? Deswegen: Was von dem hochwertigen Getreide nicht zu Mehl und sonstigen Mahlprodukten wie Flocken verwendet wird, nutzen wir in der Tierernährung weiter. Und hier kommt das Können der Müllerinnen und Müller ins Spiel: Die technischen Prozesse in der Mühle werden auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Tierarten eingestellt. Die Nachprodukte aus den Getreidemühlen, das heißt das, was von den Mahlprodukten für Menschen nicht weiterverarbeitet wird, lässt sich bestens für Tierfutter verwenden.

Schälmühlen

Die Schälmühlen arbeiten anders als die klassischen Mehlmühlen: Hier muss das Getreidekorn vor dem eigentlichen Verarbeitungsprozess zunächst geschält werden. Das passiert bei Hafer, Gerste, Dinkel, Hirse und Reis. Nach dem Schälen wird das Getreide dann weiterverarbeitet. Bei Hafer zum Beispiel zu Haferflocken, Hafergrütze, Haferkleie und vielem mehr. Lebensmittel aus Hafer stehen heute bei vielen Menschen als Müsli, in Milch oder Joghurt, zusammen mit Nüssen und Früchten sowie in Brot oder Backwaren auf dem Frühstückstisch. Auch für Eintöpfe, Frikadellen und Pfannkuchen kann Hafer verwendet werden. Haferflocken werden auch in Snacks wie Müsliriegeln, Haferkeksen und Schokoriegeln mit Getreideanteil eingesetzt.

In den Reismühlen wird der Reis (der bei uns in Deutschland nicht angebaut wird) zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet. Weil das Reiskorn so klein ist, ist höchste Sorgfalt, Hightech und eine Menge Genauigkeit gefragt. Eine Müllerin oder ein Müller muss ein Gespür für „ihren/seinen“ Reis entwickeln. Neben dem Reis selbst in seinen unterschiedlichen Sorten und Mischungen gibt es ihn als Standardzutat für Fertiggerichte, in Eintöpfen und Desserts wie zum Beispiel Milchreis, als Reismehl in Flakes und anderen Frühstückscerealien sowie Müslis. Auch als Süßigkeit in Puffreis, als wichtige Zutat für Babynahrung und auch in Kosmetika − zum Beispiel Reisöl in Cremes und Lotionen sowie Reiskleie in Peelings − wird er verwendet.

Gesunde Ernährung – Mühlenmitarbeiter tragen dazu bei!

Getreideprodukte sind gesund! Deshalb leisten die Müllerinnen und Müller einen wichtigen Beitrag für die Ernährung der Menschen. In Mehl & Co. stecken Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe, die der Körper täglich braucht, um fit zu bleiben. Die Mühlenmitarbeiter können auch im Bereich der Lebensmitteltechnologie arbeiten, denn ihr Wissen um die gesunde Ernährung ist gefragt!



Icon: Fotogalerie
Icon: Videogalerie



Hier die neue Broschüre durchblättern und alles über Mehl erfahren!